Mental Heath

Prokrastination

Referat machen? Morgen. Dann wird’s aber knapp. Zum Sport gehen? Nö, regnet. Nächste Woche. Vielleicht. Die meisten Menschen schieben schon mal unangenehme Aufgaben vor sich her. Doch damit schaden wir uns meist selbst. Aber warum prokrastinieren wir? Und wie entkommt man dem Aufschiebe-Teufelskreis? Prokrastination wird oft mit Faulheit verwechselt. Doch meist steckt etwas ganz anderes dahinter: Stress, Perfektionismus oder die Angst zu scheitern. Wer immer wieder Aufgaben aufschiebt, tut das selten aus reiner Bequemlichkeit. Viel häufiger sind es emotionale oder psychologische Hürden, die uns davon abhalten, ins Handeln zu kommen. Gerade Schülerinnen und Schüler sowie Studierende leiden oft unter diesem Verhalten, besonders in stressigen Phasen vor Klausuren und Prüfungen oder bei größeren Projekten. Laut einer Studie der Universität Münster geben 55 Prozent der Studierenden an, regelmäßig zu prokrastinieren, und 50 Prozent schieben konstant und in einem problematischen Umfang auf. Besonders betroffen sind Jugendliche in der Oberstufe – also genau dann, wenn Leistungsdruck und Anforderungen steigen. Die Gründe sind vielfältig: Angst, Überforderung, Probleme in der Prioritätensetzung, mangelnde oder unrealistische Planung, Defizite im Zeitmanagement oder in der Konzentrationsfähigkeit oder auch eine tiefe, kaum überwindbare Abneigung gegen die Aufgabe. Chronisches Aufschieben beeinträchtigt unser psychisches Wohlbefinden und kann uns in unserem Leben belasten. Wer mit seinen Alltagsaufgaben nicht zurechtkommt und es immer wieder nicht schafft, pünktlich abzuliefern, oder aus Zeitdruck schlampig arbeitet, enttäuscht leicht sich selbst und andere. Das kann zu depressiven Verstimmungen oder anderen dysfunktionalen Denk- und Verhaltensweisen führen. Prokrastination kann aber auch ein Hinweis auf eine ernste psychische Störung sein, wie eine Depression, eine Angststörung oder eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Manchmal lässt uns Prokrastination aber auch erkennen, dass wir vielleicht neue Ziele und Aufgaben suchen sollten, die besser zu uns passen. Wer erkennt, warum er oder sie aufschiebt, kann gezielt gegensteuern. Die vorliegende Unterrichtseinheit möchte daher Ursachen und Folgen, aber auch Maßnahmen gegen die weitverbreitete Prokrastination vorstellen. Betroffenen Schülerinnen und Schülern soll so geholfen werden, ihr Aufschiebeverhalten in den Griff zu bekommen und ihr Handeln in eine bessere Richtung zu lenken.

Ein mann der sich angestrengend an denn kopf fässt und dadrüber ist eine schwarze wolke die eine gedanken blase darstellen soll

„Wer spricht da eigentlich in meinem Kopf?“
Unsere innere Stimme begleitet uns durchs Leben – mal aufbauend, mal gnadenlos kritisch. In dieser Folge von Geht’s dir auch so? spricht die Psychologie-Professorin Tania Lincoln darüber, warum wir mit uns selbst reden, wie diese Stimme entsteht – und was wir tun können, wenn sie uns runterzieht. Gastgeber Jakob Simmank geht der Frage nach, was hinter unserem inneren Dialog steckt – und was wir von der Psychotherapie darüber lernen können.

„Warum kann ich einfach nicht Nein sagen?“
Immer freundlich, immer hilfsbereit – und oft völlig erschöpft. In dieser Folge von Geht’s dir auch so? spricht Psychologin Ulrike Bossmann über das Phänomen People Pleasing: Warum fällt es manchen Menschen so schwer, Grenzen zu setzen? Wie entstehen diese Verhaltensmuster – und wie schafft man es, sich selbst wieder wichtiger zu nehmen? Moderatorin Claudia Wüstenhagen geht den Ursachen und Auswegen auf den Grund.

auf dem bild siehst du ein zettel wo "stop being a people pleaser" drauf steht.